Vampirkrieger Balthazar ist am glücklichsten, wenn er im Schatten der Nacht an Fassaden hochklettern, in Häuser eindringen und den ein oder anderen Gegenstand einstecken kann. Dabei will er sich nicht bereichern, er hat einfach Freude am Stehlen. Doch er kann sich nicht vorstellen, dass auch ihm selbst einmal etwas gestohlen wird – und schon gar nicht sein Herz ... Das ändert sich schlagartig, als er Erika Saunders begegnet. Die schöne Polizistin ermittelt in einer Serie grausamer Morde und vermutet, dass sie es mit einem nicht ganz menschlichen Täter zu tun hat. Dass der attraktive neue Mann in ihrem Leben ein Vampir ist, ahnt sie jedoch nicht. Als durch Erikas und Balthazars Beziehung auch noch ein alter Feind der BLACK DAGGER zu neuem Leben erwacht, gerät die Beziehung der beiden in Gefahr.
J.R. Ward is the #1 New York Times bestselling author of numerous novels, including the Black Dagger Brotherhood series. She lives in the South her family.
Nach dem katastrophalen letzten Black Dagger Band von J.R. Ward muss ich gestehen, dass ich wenig Hoffnung auf Besserung für "Nachtliebe" hatte, da in diesem Band die Beziehung zwischen dem Vampirkrieger Balthazar und der menschlichen Polizistin Erika Saunders im Mittelpunkt stehen würde, deren Geschichte bereits in "Geliebter des Mondes" recht schnarchig und zu offensichtlich begann und mit der ich absolut nicht warm werden konnte. Doch meine Liebe zu dieser Reihe wollte ich nicht durch ein (wirklich richtig) mieses Buch zerstören lassen, also war auch dieser achtunddreißigste Band mehr oder weniger Pflichtlektüre.
Handlung: Balthazar ist auf Abwegen. Das die Dämonin Devina ihre sex- und machtbessenen Spielchen mit ihm spielt, wenn ihm auch nur kurz die Augen zufallen, lassen ihn zu drastischen Maßnahmen greifen. In dem abgewracktesten Teil der Menschheit, sucht er nach Drogen, die ihn wach halten, stattdessen stolpert er über noch tiefere Abgründe, die er einfach nicht durchgehen lassen kann und die direkt eine Verbindung zu der Frau herstellen, an die Balz nicht zu denken versucht. Doch die Dämonin hat ihn längst durchschaut und ist stinkewütend, dass erneut ein Mann ihre Perfektion nicht zu schätzen weiß und eine andere Frau ihr vorzieht, was die toughe Polizistin mit der schwierigen Vergangenheit, in tödliche Gefahr bringt...
Einstieg: Ein Rückblick auf Omega, kurz vor seiner Zerstörung, enthüllt eine letzte Verzweiflungstat seinerseits, die die Bücher erneut in eine komplett neue Richtung lenken können. Der Versuch, seinen Sohn wieder auferstehen zu lassen, hat mich das Buch sofort zuschlagen lassen. Nach dem Motto: Was ich nicht lese, passiert auch nicht. Diesen Charakter braucht absolut niemand! Ich bin immer dafür, dass Helden einer Geschichte sich ihren Status als solchen erst verdienen müssen und das gerade in Fantasy Geschichten erst schreckliche Dinge passieren müssen, bevor etwas gutes passiert. Wenn jetzt er zurückkommt, dann war viel gutes und viel Leid für einige Charaktere so unnötig und ich bin so wütend, dass Ward wirklich denkt, sie braucht noch mehr Skrupellosigkeit...
Stimmung beim lesen: "Nachtliebe" war nicht ganz so schlimm wie sein Vorgänger, aber auch nur minimal besser. Die Beziehung zwischen Balz und Erika ist einfach nicht mit genügend Power ausgestattet, um mich zu fesseln. Auch die kurzen Momente, die Spannung versprachen, endeten in purer Enttäuschung darüber, dass Ward viel mehr auf Schockinzenierungen setzt - sowas hat sie eigentlich nicht nötig, weil sie eine sehr gute Autorin ist, die Freud und Leid immer in einer guten Balance halten konnte, oder einem Charakter ein Wiedergutmachungs-Tour geben konnte, nachdem dieser unschöne Dinge getan oder erlebt hat. Jetzt baut sich alles nur auf Chaos und Zerstörung auf.
Protagonisten: Das Erikas Vergangenheit der Grund für ihre Berufswahl ist, hat mich wenig überrascht. Sie kämpft für eine bessere Welt, will Gerechtigkeit, blablabla. Ja, das hat man alles schon mal irgendwo gehört und es passt zu ihr. Dass sie sich auf einen Dieb einlässt, scheint ihr selbst nicht zu behagen, doch endlich verstehen zu können, was wirklich in Caldwell passiert und das es einen Grund gibt für so viele merkwürdige Fälle, Ritualmorde und Kopfschmerzen der Kollegen, bringt Sinn in ihr Leben. Balz hingegen, ganz der gebundene Vampir, der sich seine Gefühle nicht eingestehen will, weil sie Erika in Gefahr bringen, tritt in ein typisches Klischee nach dem nächsten. Mal regieren Misstrauen und unbeantwortete Fragen, mal gackern sie wie zwei verliebte Teenager und ziemlich oft wird der sexuellen Spannung nachgegeben, dass es leicht ist, ihre Beziehung darauf zu reduzieren.
Erika hat viel Leid erfahren und wie Balz damit umgeht, ist wirklich wundervoll geschrieben - das war es dann aber leider auch an Gutes zwischen den Beiden.
Lassiter nimmt eine zentralere Rolle ein, auch wenn er als Nachfolger der Jungfrau der Schrift, nicht direkt eingreifen darf. Und dann frage ich mich: Aber Devina, als sein Gegenstück, darf tun und lassen was sie will? Das ergibt leider wenig Sinn. Ihr Charakter hat einiges an Glanz verloren, da sie wenig überraschend ist und wie sie selbst den Missbrauch an ihren Feinden beschönigt, wird immer mehr zu einer frustrierenden Erfahrung.
Positiv: Die Originale Bruderschaft der Black Dagger kommt häufiger vor, was trotzdem noch zu selten ist.
Negativ: Das neben der Hauptgeschichte auch wieder eine Nebengeschichte erzählt wird, passt eigentlich recht gut für diese Reihe, doch in "Nachtliebe" bauen die einzelnen Elemente der Geschichte auf dem auf, was man als Leser nicht sieht: Die übernatürliche dunkle Magie. Nicht nur einmal kam mir die Frage in den Sinn, ob da jetzt wirklich etwas passiert, oder ob die Paranoia der Charaktere mit ihnen durchgeht. So ist das eben mit unsichtbaren Kräften: Man muss sich mehrfach fragen, ob sie überhaupt da sind, wenn keiner sie sehen kann.
Apropos nicht sehen können: Für mich hat der Charakter Nate, den man zum ersten Mal in "Der Sünder" als jungen, noch vor seiner Verwandlung stehenden Prätans kennenlernt, als er aus einem menschlichen Labor gerettet wird, keinen wirklichen Daseinszweck, trotzdem ist er mit seiner aus dem Nichts aufgetauchten Obsession für Rahvyn wieder an vorderster Front mit dabei. Und Rahvyn, die es einem als Leser ebenfalls sehr schwer macht sie einzuschätzen, nimmt eine Rolle ein, die größer und wichtiger ist, als Ward es gerade zu erkennen gibt. Und da eine "Möchtegern-Anziehung" nicht ausreicht, muss eine zweite her, die sogar noch mehr an den Haaren herbeigezogen scheint.
Alles in allem lässt sich dieses Dilemma damit zusammenfassen, dass Ward eigentlich keine wirkliche Idee zu haben scheint, wie sie ihre etablierten Charaktere nun mit der neuen dunklen, unsichtbaren Bedrohung vereinbaren kann und zaubert dafür Rahvyn her, die zwar Vampirin ist, und doch mächtiger wirkt als die Jungfrau der Schrift selbst. Ich weiß nicht, ob ich die Geduld habe darauf zu warten, bis das alles einen Sinn ergibt, denn gerade fühlt sich dieser Teil einfach zusammen gewürfelt an.
Fazit: Seit J.R. Ward Dunkle Magie in die Vampirwelt gebracht hat, scheint absolut nichts mehr unmöglich und diese bisher vertraute Welt ist mir völlig fremd geworden. In einer Fantasy Reihe passieren ständig Dinge, die nicht normal sind, aber wenn diese sonderbaren Ereignisse einfach nicht in eine etablierte Welt passen, dann muss man es nicht erzwingen. Devinas erster Auftritt in "Der Sünder" versprach so viele interessante Möglichkeiten, doch seither gibt es ständige Wiederholungen über ihr perfektes Aussehen, ellenlange Auflistungen ihrer privaten Modekollektion und böse Spielchen, bei der Sex als Waffe eingesetzt wird, die - in der heutigen Zeit - einfach nicht mehr passt. Devina kam 2010 im Buch "Fallen Angels - Die Ankunft" nach Deutschland, doch seither hat sich die Weltansicht ein wenig mehr sensibilisiert und Devinas noch viel skrupelloseren Machtspielchen haben eine Schippe an Bösartigkeit draufgelegt. Ich sage sonst eigentlich, dass es für alles einen Grund gibt und je böser das Böse umso mehr hat das Gute Chancen noch besser zu werden. Doch was nun in den Black Dagger Büchern passiert, hat nichts mehr mit Balance zu tun - was man besonders daran merkt, dass jetzt auch ein weiterer Charakter aufersteht, der eigentlich in die Kategorie "Gott sei dank ist er tot" fällt. Ich fühle mich als Leser hoffnungslos. Diese Black Dagger Reihe, die ich liebe, ist in einer völligen Abwärtsspirale. Wenn das Böse so übermächtig ist, die Chancen so ausweglos, was hat es dann für einen Sinn dran zu bleiben und über das Leid geliebter Charaktere zu lesen?
This entire review has been hidden because of spoilers.
Bei diesem Buch handelt es sich ja eigentlich um Teil 20 der Reihe, wenn man nach der Autorin geht und nicht um Teil 38.
Der männliche Hauptcharakter Balthazar gehört zu den neuen Charakteren der Reihe und wurde bereits in vorangegangenen Büchern vorgestellt. Auch die Polizistin Erika Saunders wurde bereits vorgestellt und jetzt bekommen die beiden ihre eigene Geschichte.
Was die Romanze angeht, gibt es dieses Mal den Plot, dass die weibliche Hauptfigur ein Mensch ist und keine Ahnung davon hat, dass es Vampire gibt. Diese Konstellation gab es schon länger nicht mehr in der Reihe.
Erika ist ein sehr starker weiblicher Charakter mit einem schlimmen Erlebnis in der Vergangenheit. Die Annäherung der beiden hat bereist im letzten Teil der Reihe begonnen und man kann dieses Buch tatsächlich gar nicht ohne Vorkenntnisse lesen.
Auch die Handlung um die Dämonin Devina und das magische Buch werden weiter erzählt. Hier gibt es einige Überraschungen und einige roten Fäden, die immer noch aufgelöst wurden.
Der nächste Teil wird dann tatsächlich von Lassiter handeln. Ich bin schon sooo gespant. Von mir gibt es für diesen Teil hier die voll Punktzahl.
639 Seiten Bullshit, langsam gehen JR Ward wohl die Ideen aus. Der Schreib(oder Übersetzungs?)stil lässt keinerlei Chemie zwischen den Protagonisten zu, keine Charakterdiversität. Das Buch hätte auch gut 300 Seiten nicht gelungener Wortspiele kürzer sein können, schade.
Wie immer habe ich mich sehr auf das neue Buch gefreut. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig, einnehmend und mit der richtigen Brise Liebe, Leidenschaft und Action gespickt. Balthazar ist ein toller Charakter. Er fühlt sich am wohlsten, wenn er seinem „Hobby“ nachgehen kann. Er klettert über Mauern, an Wänden rauf, über Fassaden und steigt in Häuser ein. Dabei stiehlt er immer 1 Gegenstand. Nur diesmal ist er es, der sein Herz verliert. Nämlich an die taffe Erika Saunders. Eine Polizistin, die es in sich hat und die man augenblicklich gern hat. Auch die Dämonin ist hier wieder gut vertreten und man lernt immer mehr von ihr kennen. Mir gefällt es sehr, dass man einfach von allen aus dem Hause der Bruderschaft immer wieder Einblicke bekommt. Deren Leben geht weiter, aber man wird mitgenommen. Für mich war es wieder ein sehr gelungenes Buch und ich werde mich wie immer auf eine Fortsetzung freuen. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.
Die Bücher werden zwar immer dicker, aber dadurch passiert nicht mehr. Es wird für mein Empfinden zu viel geschwafelt. In diesem Buch ist mir das besonders aufgefallen. Seitenlang wird beschrieben, wie V mit seinem Auto fährt, mit diesem und jenem Zubehör und was der verbraucht und was er da schon erlebt hat mit Butch …. Das interessiert doch niemanden, oder? Mich jedenfalls nicht. Für mich wurde da vieles in die Länge gezogen, was man sehr gut hätte kürzen können, ohne die eigentlich Geschichte zu verändern. Die war nämlich wieder gut, obwohl ich vorher keine großartige Verbindung zu Balz verspürt habe, ging mir das alles sehr nahe.
Mal sehen; was Michael nächsten Band erwartet, auf Lassiter freue ich mich nämlich riesig.