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Schlagwort-Archive: Thriller

Anonymus – Psycho Killer

Die Identität des Autors Anonymus ist ein gut gehütetes Geheimnis. Noch immer sind nur sehr wenige Fakten bekannt. Mittlerweile scheint es sicher, dass es sich um einen Mann handelt, einen Briten, der Fußball, Steak und Bourbon liebt. Natürlich animiert das Pseudonym zu wilden Gerüchten, wer er sein könnte. Vorgeschlagen wurden unter anderem Quentin Tarantino, David Bowie, Tony Blair und Prince Charles. Persönlich halte ich die Theorie, dass Anonymus prominent sein muss, nicht für valide. Wahrscheinlicher ist, dass er einfach ein normaler Typ ist, der die Freiheit seines Pseudonyms genießt – sowohl privat als auch literarisch. Denn ein Buch zu veröffentlichen, das „Psycho Killer“ heißt, aber so gar nichts mit dem klassischen Psychothriller gemein hat, funktioniert wohl nur, wenn man keine Erwartungen erfüllen muss.

Auf den ersten Blick wirkt B Movie Hell wie eine ganz normale Kleinstadt. Vielleicht sogar friedlich. Ein paar Geschäfte, ein Diner, ein Bordell, aufrechte und gesetzestreue Bürger_innen. FBI-Agent Jack Munson riecht sofort, dass hier etwas faul ist. Und das liegt nicht an dem durchgeknallten Killer, der gerade in der Stadt Amok läuft. Scheinbar ist Joey Conrad aus der Irrenanstalt ausgebrochen, schnurstracks nach B Movie Hell gefahren und richtet nun ein rekordverdächtiges Blutbad an. Warum – tja, das ist die Preisfrage. Munson wird das Gefühl nicht los, dass die Einwohner_innen der Stadt ihm etwas verschweigen. Es kann kein Zufall sein, dass Conrad, der vor seinem Zwangsurlaub in der Klapse zur Killermaschine ausgebildet wurde, ausgerechnet in B Movie Hell überschnappt. Fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken, stürzt sich Munson in die Ermittlungen – und weiß schon bald nicht mehr, wer hier eigentlich die Bösen sind.

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Verfasst von - 2. November 2021 in Rezension, Thriller

 

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Jens Lossau & Jens Schumacher – Der Luzifer-Plan

Das Autorenduo Jens Lossau und Jens Schumacher kennt ihr von meinem Blog durch ihre humoristische Fantasy-Krimi-Reihe „Die Fälle des IAIT“. Doch bevor sie Jorge den Troll und Meister Hippolit zum Leben erweckten, stellten sie der Welt ein anderes investigatives Duo vor: Frank Passfeller und Tillmann Grosch. Ihre mystisch angehauchten Ermittlungen im Auftrag einer geheimen BKA-Sondereinheit sind im Rahmen der (bisher) vierbändigen Reihe „SK 66“ erschienen. „Der Luzifer-Plan“ ist der zweite Band, den ich vor langer Zeit auf meine Wunschliste setzte, ohne zu wissen, dass er zu einer Reihe gehört. Als ich es herausfand, beschloss ich, den Quereinstieg trotzdem zu wagen, weil mich „Der Luzifer-Plan“ mehr interessierte als der erste Band „Der Schädeltypograph“. Denn darin geht es um eine Figur, die mich seit jeher fasziniert: Den Teufel.

Zeug_innen berichten, der Mann sei geschwebt und durch das Feuer gegangen. Um ihn herum regneten die Scherben und Splitter der explodierten Chagall-Fenster in der Mainzer Stephanskirche herab. Das Überwachungsvideo einer Einzelzelle in der psychiatrischen Rheinhessen-Fachklinik zeigt denselben Mann, anatomisch unmöglich verrenkt, seine Augen eine Masse aus brodelndem Schwarz. Der Mann heißt Leśzek Bukow. Er behauptet, der Teufel zu sein.
Frank Passfeller und Tillmann Grosch der geheimen SK 66 haben zu viel erlebt, um jeden dahergelaufenen Spinner ernst zu nehmen, der sich für den Satan hält. Aber sogar die Sonderkommissare müssen zugeben, dass Bukow eine überzeugende Show abliefert. Als dieser ungesehen aus seiner verschlossenen Zelle verschwindet und in der Region der Wahnsinn um sich greift, ist ihr Spürsinn geweckt. Sie müssen Bukow einfangen. Ob er nun der Leibhaftige ist oder nicht, was auch immer er vorhat – menschenfreundlich sind seine Pläne nicht.

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Verfasst von - 19. Oktober 2021 in Mystery, Rezension, Thriller

 

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Megan Abbott – Dare Me

„Dare Me“ ist ein Roman der Erfolgsautorin Megan Abbott, der 2012 veröffentlicht wurde. 2019 adaptierte sie das Buch als gleichnamige TV-Serie im Auftrag des US-amerikanischen Fernsehsenders USA Network. Sie unterstütze beim Verfassen der Drehbücher, agierte als ausführende Produzentin und leitete die Dreharbeiten als Showrunner gemeinsam mit Gina Fattore. In Deutschland feierte die Serie unter dem Titel „Wage es nicht“ (eine sinnverfälschende Titelübersetzung) im März 2020 mit der ersten Staffel auf Netflix Premiere. Leider wird es wohl bei einer Staffel bleiben. USA Network setzte die Serie ab: Trotz positiver Kritiken waren die Einschaltquoten bescheiden. Außerdem möchte sich der Sender künftig auf Reality-TV-Formate konzentrieren. Hoffnungen, dass Netflix „Dare Me“ als Eigenproduktion übernimmt und fortführt, wurden bisher nicht erfüllt. Für Fans der Serie ist das bedauerlich, denn die erste Staffel umfasst inhaltlich nur etwa die Hälfte des Buches. Ich rate deshalb dazu, die Romanvorlage zu bevorzugen.

Sie sind ein Team. Sie sind eine Gemeinschaft. Auf der Matte sind sie Kriegerinnen. Gegen ihre Körper, gegen die Schwerkraft. Junge Frauen, die nichts zu verlieren haben außer ihrer Jugend. Doch als das Cheer-Team eine neue Trainerin bekommt, verdoppelt sich der Einsatz. Colette French entfesselt verborgene Rivalitäten und treibt die Mädchen zu immer riskanteren Höchstleistungen an. Sie überschreitet Grenzen – und das Team liebt sie dafür. Auch wenn es bedeutet, ihrer Anführerin Beth den Rücken zu kehren. Addy spürt die Veränderung. Sie heißt sie willkommen, sehnt sich nach ihr. Sie lechzt danach, gesehen, wahrgenommen zu werden. Sie ignoriert Beth‘ Warnungen. Berauscht von Ehrgeiz und Bewunderung lässt sie sich auf ein gefährliches Spiel ein und vergisst darüber die Grundregel des Cheerleading: Je höher du fliegst, desto tiefer fällst du.

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Verfasst von - 20. Juli 2021 in Rezension, Thriller, Young Adult

 

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Linwood Barclay – Fenster zum Tod

Die deutsche Ausgabe von „Fenster zum Tod“ von Linwood Barclay wirbt damit, dass der Thriller „ein virtuoses Remake“ des Filmklassikers „Fenster zum Hof“ von Alfred Hitchcock ist. Diese Einordnung ist ein wenig übertrieben. Tatsächlich erklärte der in Kanada lebende Autor in einem Interview, dass die Idee für seinen Roman durch den Hund eines Freundes entstand. Die Parallelen zu Hitchcocks Streifen fielen ihm erst auf, als er mit dem Schreiben bereits begonnen hatte. Dieser Hund (er hieß Winston) wurde zufällig von einem Google Street View – Auto fotografiert, während er aus dem Fenster seines Heims schaute. Noch Jahre später war er online zu sehen. Das brachte Barclay zum Nachdenken: Was, wenn das Auto statt eines Hundes etwas wesentlich Böseres festgehalten hätte?

Nach dem plötzlichen Unfalltod seines Vaters ist der 37-jährige Ray Kilbridge für alles verantwortlich. Er muss die Beerdigung organisieren, er muss entscheiden, was mit dem Haus geschehen soll und er muss für seinen zwei Jahre jüngeren Bruder Thomas sorgen. Thomas leidet an Schizophrenie und ist nicht fähig, selbstständig einen Haushalt zu führen, weil er seiner speziellen Obsession nicht entkommen kann: Er ist besessen von Stadtkarten. Tag für Tag sitzt er Stunde um Stunde vor seinem Computer und schreitet virtuell die Straßen großer Städte ab. Bei einem dieser Streifzüge entdeckt er etwas Beunruhigendes. Die Kamera hat einen Mord festgehalten. Thomas ist außer sich, doch Ray ist nicht sicher, ob er ihm glauben kann. Hat sein Bruder tatsächlich ein Verbrechen beobachtet oder spielte ihm seine Krankheit einen Streich? Und wie sollen sie die Polizei überzeugen, zu ermitteln? Sie haben keinerlei Beweise, denn das Bild, das Thomas gesehen haben will, ist verschwunden …

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Verfasst von - 11. Mai 2021 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Jahresrückblick 2020: Ein Buchjahr zwischen Pandemie, radikalen Veränderungen und Wertschätzung

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist ein weiteres Mal vollbracht, ein weiteres Mal habe ich das Kunststück bewerkstelligt: Mein Jahresrückblick 2020 ist innerhalb des ersten Monats des neuen Jahres online! Ich stelle fest, dass ich mittlerweile eine gewisse Routiniertheit entwickelt habe und mir die Zusammenstellung deutlich schneller und leichter gelingt. Obwohl ich für die Ausgabe 2020 ein paar Änderungen vorgenommen habe, weiß ich, worauf es ankommt und halte mich nicht mehr ewig an Kleinigkeiten auf. Dank dieser Vertrautheit mit dem Prozess können wir heute gemeinsam auf meine vergangenen 12 Monate literarisch zurückblicken – wie gewohnt umfangreich, detailliert und gespickt mit Zahlen.

Um mein Lesejahr 2020 angemessen zu resümieren, habe ich die zweigeteilte Struktur, die sich in den letzten Jahren bewährt hat, beibehalten. Der erste Part befasst sich mit den reinen Fakten meines Leseverhaltens. Alle Aspekte, die sich in Zahlen wiedergeben lassen, habe ich statistisch ausgewertet, in Diagramme verwandelt und daraus Infografiken erstellt. Dafür habe ich dieses Jahr zum ersten Mal wirklich mit Excel gearbeitet (statt mit handschriftlichen Notizen und einem Taschenrechner) und habe darüber hinaus nur sehr begrenzt auf Piktochart zurückgegriffen. Die Online-Software zur Kreation von Infografiken hat mir in den vergangenen Jahren gute Dienste geleistet, aber mittlerweile sind die grafischen Darstellungsoptionen für mich zu eingeschränkt. Stattdessen habe ich die meisten Grafiken frei Hand mithilfe eines Grafikprogramms und die Diagramme mithilfe von Word entworfen. Ich bin ziemlich stolz darauf, wie weit sich meine grafischen Fähigkeiten verbessert haben, sodass ich die hilfreiche Krücke, die Piktochart lange Zeit darstellte, nun nicht mehr brauche.

Dieses Jahr habe ich Infografiken zu acht verschiedenen Kategorien erstellt, nach denen ich mein Leseverhalten analysiert habe. Ich werde euch jede Folie einzeln präsentieren und anschließend eine Einordnung vornehmen, um herauszufinden, wie sich diese Zahlen in meine bisherige Lesekarriere einreihen. Ich werde kommentieren, interpretieren und bewerten, damit ihr genau versteht, was diese Statistiken für mich konkret bedeuten. Falls ihr Schwierigkeiten habt, die Schrift zu lesen, könnt ihr jede Folie anklicken, dann öffnet sie sich größer in einem neuen Tab. Wie bereits angedeutet, gibt es dieses Jahr jedoch ein paar Veränderungen, die die Kategorien betreffen und mir notwendig erschienen.

Ich habe auf die Auswertung meiner Rezensionsquote verzichtet, weil ich denke, dass dieser Prozentsatz 2020 nicht realistisch widerspiegelt. Ich weiß, dass ich vom vergangenen Jahr noch einen riesigen Stapel ausstehender Rezensionen abzuarbeiten habe, weil ich das Frühjahr fast ausschließlich mit meinem Blogprojekt „Robert E. Howard & Conan der Barbar“ verbrachte. In der Rezensionsquote wären diese Beiträge und die viele Arbeit, die ich dafür aufgewendet habe, nicht abgebildet, deshalb empfinde ich sie für 2020 als nicht aussagekräftig. Vielleicht wird es diese Auswertung für 2021 wieder geben, das weiß ich noch nicht, aber in diesem Jahr schenken wir uns diese Zahl, die ohnehin recht deprimierend ausfallen würde.

Die Kategorie „Sprachenverteilung“, die in der Vergangenheit analysierte, wie viele Bücher ich in englischer und deutscher Sprache gelesen habe, habe ich komplett gestrichen. Ich halte sie für überflüssig, da ich seit einigen Jahren grundsätzlich alle Bücher, die im Original in Englisch erscheinen, auch im Original lese. Es erscheint mir nicht mehr wichtig, wie hoch der Anteil englischer und deutscher Werke nun ist, denn das sagt nichts mehr über mich aus. Mein Englisch hat sich so weit entwickelt, dass ich nicht mehr darüber nachdenke, ob ich ein Buch lieber übersetzt in meiner Muttersprache lesen sollte. Ebenso habe ich die merkwürdige Annahme, es gäbe eine Konkurrenz zwischen deutschen und englischen Büchern, endlich vollständig abgelegt. Ich behandle sie gleichwertig und habe kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ich häufiger zu englischen Büchern greife. Ich lebe vollkommene literarische Zweisprachigkeit und bin damit sehr zufrieden – es besteht kein Grund mehr, diese Harmonie zu untersuchen.

Außerdem habe ich wie angekündigt die Kategorie „Autor_innen“ neu aufgezogen. Bisher habe ich hierfür stets das Verhältnis von Autoren zu Autorinnen in meiner Lektüreauswahl analysiert, aber diese binäre Einteilung ist meiner Ansicht nach nicht mehr zeitgemäß. Erstens zeichnet sich bei mir seit Jahren der Trend ab, dass ich überwiegend zu Büchern greife, auf deren Covern ein männlicher Name prangt. Zweitens finde ich, dass die traditionelle Geschlechtereinteilung nach Männern und Frauen heutzutage gefährlich exkludierend ist. Das Risiko, jemanden zu verletzen, weil ich dieser Person beiläufig eine Binarität aufzwinge, der sie sich selbst vielleicht nicht zugehörig fühlt, ist mir einfach zu groß. Offenheit und Toleranz, immer und überall, im Großen wie im Kleinen.

Nach diesem Ausflug in das aufregende, exotische Land statistischer Zahlen gehen wir zum gemütlichen Teil über. Im zweiten Part des Jahresrückblicks lasse ich 2020 emotional an mir vorüberziehen und beantworte 30 Fragen, die Martina Bookaholics bis 2016 als Formular auf ihrem Blog anbot. Sie selbst verzichtet seit einigen Jahren auf diese kleine Tradition, aber da ich finde, dass die Fragen eine ideale Möglichkeit sind, mein Buchjahr unter emotionalen Aspekten zu resümieren, erhalte ich sie hier am Leben und werde mich ihnen auch für 2020 erneut stellen!

Seid ihr bereit, noch einmal in das seltsame Jahr 2020 abzutauchen? Dann macht es euch bequem, folgt mir in die gar nicht so lang zurückliegende Vergangenheit und lasst euch erzählen, wie 2020 für mich literarisch war!

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Verfasst von - 19. Januar 2021 in Neuigkeiten & schnelle Gedanken

 

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Sebastian Fitzek – Splitter

Sebastian Fitzeks Romane nehmen ihren Anfang oft mit der Frage „Was wäre, wenn…?“. „Splitter“ entstand, weil er sich fragte, was wäre, wenn wir unsere negativen Erinnerungen aus unserem Gedächtnis löschen könnten. Diese Idee ist gar nicht so futuristisch, denn in den letzten 10, 15 Jahren verzeichnete die neurologische Forschung erstaunliche Fortschritte. Ein Team am MIT entdeckte, dass sich Erlebnisse tiefer ins Nervengewebe des Hirns einbrennen, je traumatischer und schmerzhafter sie sind, weshalb angenommen wird, dass diese besonders starken Verbindungen irgendwann gezielt mit einem pharmakologischen Wirkstoff aufgelöst werden können. Substanzen, die eine vollständige Amnesie auslösen, gibt es bereits. Das Thema ist wirklich spannend; ich verstehe, dass Fitzek daraus einen Thriller konzipierte, obwohl in „Splitter“ natürlich so einiges schiefläuft…

Eine einzige Sekunde zerstörte Marc Lucas‘ Leben. Eine einzige Sekunde, in der der Reifen platze und Marc das Auto frontal gegen einen Baum lenkte. Er erwachte im Krankenhaus – verletzt, aber am Leben. Seine schwangere Frau Sandra und ihr ungeborenes Kind überlebten den Unfall nicht. Sechs Wochen sind seither vergangen. Unter normalen Umständen würde Marc nie in das Auto eines Fremden steigen. Unglücklicherweise ist Normalität ein Luxus, auf den er keinen Anspruch mehr hat. Der Fremde stellt sich als Professor Bleibtreu vor, der experimentelle Forschung zum menschlichen Gedächtnis betreibt. Der Professor unterbreitet ihm einen verlockenden Vorschlag: Er bietet Marc an, ihn von den traumatischen Erinnerungen an den Unfall zu erlösen. Trotz anfänglicher Skepsis kann Marc der Aussicht auf Vergessen nicht widerstehen und willigt ein. Doch statt eines Neustarts erlebt Marc verstörende Episoden, die ihn an seinem Verstand zweifeln lassen. Verwirrende, schmerzhafte Bilder verfolgen ihn, bis er nicht mehr weiß, was echt und was eingebildet ist. Wird er verrückt – oder versucht sein Gedächtnis, ihm die Wahrheit zu zeigen?

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Verfasst von - 26. November 2020 in Rezension, Thriller

 

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Thomas Finn – Aquarius

Es ist kein Zufall, dass viele der Mystery-Thriller von Thomas Finn in Deutschland spielen und deutsche oder europäische Sagen und Legenden thematisieren. Der nahe Chicago geborene Autor findet es langweilig, dass unheimliche Geschichten oft die USA als Schauplatz nutzen, obwohl wir uns hierzulande eines reichen Schatzes düsterer Mythen rühmen können. Deshalb bemüht er sich immer, seine Romane in Deutschland zu verorten und greift erst auf andere Länder zurück, wenn das nicht möglich ist. Sein Thriller „Aquarius“ ist in Nordfriesland angesiedelt und verbindet die in Süddeutschland und Frankreich populäre Melusinensage und das darin enthaltene Motiv der Mahrtenehe mit der Legende des in der zweiten Marcellusflut (1362) untergegangenen Rungholt.

Die See ist eine wankelmütige Maid. Niemand weiß das besser als Jens Ahrens, Berufstaucher. Als eine Seemine ihn beinahe das Leben kostet, verdankt er es nur der Willkür des Meeres, dass er den schrecklichen Unfall überlebt. Leider erhält er keine Gelegenheit, sich über sein Glück zu freuen, denn sobald er aus der Ohnmacht erwacht, muss er feststellen, dass er entführt wurde. Wie durch ein Wunder gelingt es ihm, zu fliehen und Hilfe in dem nordfriesischen Küstenstädtchen Egirsholm zu finden. Egirsholm ist ein malerischer Ort mit einer bewegten Vergangenheit, doch der Schein trügt. Seltsame Todesfälle stören die Idylle. Menschen ertrinken unter rätselhaften Umständen, ohne sich in der Nähe von Wasser aufzuhalten. Die Egirsholmer flüstern von einer uralten Legende, von Meerjungfrauen und einer Stadt, die einst von der See verschlungen wurde. Gemeinsam mit der Polizistin Meike Ehlers versucht Jens herauszufinden, was wirklich vor sich geht. Besteht eine Verbindung zwischen den Toten und seiner Entführung? Enthalten die Gerüchte einen Funken Wahrheit – ist die See nicht nur wankelmütig, sondern auch blutrünstig?

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Verfasst von - 12. November 2020 in Mystery, Rezension, Thriller

 

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Paula Hawkins – The Girl on the Train

Paula Hawkins suchte lange, bis sie ihre literarische Stimme fand. Sie arbeitete 15 Jahre als Wirtschaftsjournalistin, bevor sie begann, ihre schriftstellerische Karriere zu verfolgen und startete dann keineswegs sofort als Thriller-Autorin durch. Nein, ihre ersten vier Romane unter dem Pseudonym Amy Silver zählen zur Chic-Lit. „The Girl on the Train“ war ihr Versuch, zum ersten Mal als sie selbst zu schreiben, als Paula Hawkins. Es ist das Buch, das sie weltberühmt machte und dessen immenser internationaler Erfolg – übersetzt in 35 Sprachen, über 20 Wochen auf dem ersten Platz der britischen Bestsellerliste und 2016 von DreamsWorks verfilmt – die Bezeichnung „Phänomen“ definitiv rechtfertigt.

Rachel Watson ist ein Wrack. Wochentags pendelt sie mit dem Zug um 08:04 Uhr nach London und 17:56 Uhr wieder zurück, obwohl sie längst arbeitslos ist. Auf dem Heimweg trinkt sie normalerweise. Jedes Mal fährt sie an dem hübschen, gepflegten Vorort vorbei, in dem sie selbst vor nicht allzu langer Zeit lebte, an dem Haus, in dem ihr Ex-Mann Tom mit seiner neuen Frau Anna und ihrem Baby wohnt. Aus dem Zugfenster heraus schaut sie Nachbar_innen zu, die eigentlich ihre sein sollten und malt sich ihre Leben aus. Ein junges, vitales Paar hat es ihr besonders angetan. Sie kennt ihre Namen nicht. Sie nennt sie Jess und Jason. Doch eines Tages beobachtet Rachel etwas, das ihr Bild der beiden zutiefst erschüttert. Wenig später wird Megan Hipwell – Jess – als vermisst gemeldet und Rachel wird das Gefühl nicht los, dass ihr Verschwinden mit diesem winzigen, schockierenden Moment zusammenhängt. Impulsiv beschließt sie, nicht länger nur eine Beobachterin zu sein – aber wird man ihr glauben? Ihr, der Frau aus dem Zug?

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Verfasst von - 10. November 2020 in Krimi, Rezension, Thriller

 

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Welttag des Buches 2020: Spiel und Spaß mit Mord und Totschlag

Hallo ihr Lieben! 🙂

Es ist wieder mal soweit. Der für alle Bücherwürmer wichtigste Feiertag jährt sich. Es ist Welttag des Buches! 😀 Auch für mich ist das natürlich ein Grund zum Feiern. Obwohl die Optionen aktuell ja eher begrenzt sind, sollte das für diesen Festtag kaum eine Rolle spielen, denn die beste Art und Weise, ihn zu zelebrieren, ist meiner Meinung nach immer noch, ein Buch hervorzuholen, es sich bequem zu machen und einfach stundenlang zu lesen. Ich hoffe, ihr habt alle die Gelegenheit und Möglichkeit dazu und winke euch von hinter meiner Lektüre solidarisch zu!

Traditionell ist der Welttag des Buches für Buchblogger_innen der ideale Anlass, ein Gewinnspiel zu veranstalten. In der Vergangenheit habe ich mich an diesem Brauch ebenfalls beteiligt, habe in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr den Eindruck gewonnen, dass Materielles dadurch zu sehr im Fokus steht. Es geht schließlich nicht darum, neue Bücher oder Gutscheine abzustauben, sondern das schönste Hobby der Welt wertzuschätzen und dankbar zu sein, dass wir hier in einem der reichsten Länder der Welt permanent Zugang zu Literatur haben.

Trotzdem waren mir die popeligen Grüße des letzten Jahres dann doch etwas zu wenig, also habe ich tatsächlich monatelange überlegt, was ich machen könnte, um diesen Tag gebührend zu begehen und in den Austausch mit euch zu treten. Ich berichte stolz, dass mir ein Leckerchen für euch eingefallen ist, dass uns allen viel Spaß bereiten sollte. 😉

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Beatrix Gurian – Stigmata: Nichts bleibt verborgen

Der Jugendthriller „Stigmata: Nichts bleibt verborgen“ ist ein Projekt der deutschen Autorin Beatrix Gurian, das sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Erol Gurian realisierte. In dem Roman spielen alte Fotos eine entscheidende Rolle. Bevor das Buch erschien, entwickelte sich in einem Gespräch zwischen der Schriftstellerin und ihrer Agentin die Idee, diese Fotos tatsächlich abzubilden. Glücklicherweise ist ihr Mann hauptberuflich Fotograf und war sofort bereit, seinen kreativen Beitrag zu leisten. Die Motive ergaben sich aus der Geschichte, an einigen Stellen passte Beatrix Gurian diese jedoch den Ergebnissen ihres Shootings an. Auf diese Weise entstand ein einzigartiges Gesamtwerk, in dem die Fotos von Erol Gurian mehr als Illustrationen sind.

Emmas letzte Worte an ihre Mutter waren hässlich. Leider kann sie sie nicht zurücknehmen, denn ihre Mutter verunglückte bei einem Autounfall. Seit zwei Wochen verbarrikadiert sich Emma in ihrer Wohnung, zerfressen von Schuld und Kummer. Das penetrante Klingeln an der Tür ignoriert sie. Als das Läuten endlich aufhört, liegt auf ihrer Schwelle ein Päckchen. Es enthält ein altmodisches Fotoalbum, aus dem alle Fotos entfernt wurden. Bis auf eines. Auf der letzten Seite klebt eine Fotografie, die ihre Mutter als Kleinkind zeigt. Darunter steht in Druckbuchstaben „Wenn du wissen willst, wer die Mörder deiner Mutter sind, meldest du dich an“. Ein beigelegtes Prospekt führt Emma zu einem elitären Jugendcamp in einem alten Schloss. Was hat das mit dem Tod ihrer Mutter zu tun? Wieso behauptet der unbekannte Absender, sie sei ermordet worden? Fest entschlossen, dem Rätsel auf den Grund zu gehen, meldet sich Emma für das Camp an und erreicht wenige Wochen später das mysteriöse Schloss. Doch die Geheimnisse ihrer Mutter sind tief vergraben und schon bald gerät Emma selbst in tödliche Gefahr…

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Verfasst von - 17. März 2020 in Rezension, Thriller, Young Adult

 

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