Baumdick Schooling - Lohnt sich die Investition?
Wir sind auf das Baumdick Schooling gestoßen, als wir unsere ersten Schritte im Dropshipping mit Shopify gemacht haben. Der Aufbau eines erfolgreichen Shops erfordert viel Zeit besonders bei Themen wie Produktrecherche, Shop-Gestaltung und steuerlichen Fragen. Das Programm versprach umfassende Unterstützung - von einem Pool aus Steuerberatern und Business-Experten bis hin zur Bereitstellung aktueller "Winning Products" und einer garantierten Umsatzsteigerung auf 10k.
Diese Versprechen klangen verlockend, also entschieden wir uns für das Programm. Der erste Kontakt mit Torben war positiv. Er ist engagiert und hat viel Zeit in die Erstellung der Schulungsvideos investiert. Doch der Preis ist hoch: 5.500€ netto (6.555€ brutto) zahlbar in Raten. Wer die ersten 10k Umsatz erwirtschaftet, stellt fest, dass davon rund 60% an Baumdick gehen - plus Steuern, sodass unterm Strich kaum etwas bleibt.
Die Realität:
1. Kein Steuerberater, nur allgemeine Hinweise.
Einer der Hauptgründe für unsere Teilnahme war die versprochene steuerliche Unterstützung. Doch statt eines Steuerberaters, den man wählen kann, gab es lediglich 1 bis 2 Videos mit allgemeinen Erklärungen, die letztlich nur raten, sich selbst einen Steuerberater zu suchen. Fairerweise muss erwähnt werden, dass eine Liste möglichen Steuerberatern zu Verfügung gestellt wird, die man auf eigene Initiative kontaktieren kann. Allerdings entstehen dadurch zusätzliche Kosten, die das bereits hohe Defizit von 6.555€ weiter erhöhen.
2. Die Schulungsvideos - hilfreich, aber ineffizient aufgebaut
Die Videos enthalten gute Infos, aber die Reihenfolge ist chaotisch. Man beginnt mit wochenlanger Produktsuche, bevor man überhaupt lernt, einen Shop aufzubauen. Bis der Shop fertig ist, ist das gefundene Produkt oft nicht mehr rentabel. Erst nach unzähligen Videos erfährt man, dass man idealerweise 5-20 Produkte gleichzeitig testen sollte - eine Information, die zu Beginn extrem wichtig gewesen wäre.
3. Keine echte individuelle Betreuung, nur Gruppencalls
Anders als versprochen, gibt es keinen direkten persönlichen Ansprechpartner. Stattdessen existiert eine freundliche Community und bis zu 11 wöchentliche Gruppencalls, in denen Fragen beantwortet werden. Diese Calls erinnern allerdings eher an einen "Drive-in" bei dem Teilnehmer nacheinander abgefertigt werden. Wer individuelle Beratung sucht, wird enttäuscht.
4. Kein Portfolio an "Winnin Products"
Statt einer Auswahl an bewährten Produkten sucht man selbst u. das ausgiebig. Auch das Branding wird nicht aktiv begleitet, sondern nur mit allg. Tipps abgehandelt. Zwar soll eine Branding-Agentur zur Verfügung stehen, allerdings konnten wir nicht genau nachvollziehen, wie dieser Prozess abläuft u. welche konkreten Leistungen dabei enthalten sind.
5. Überholte Inhalte & fehlende Aktualisierungen
Besonders problematisch: Wichtige Anleitungen (z.B. für Facebook Ads) sind veraltet. Wer sich druch die monatelange Lernphase gekämpft hat, stellt fest, dass die gezeigten Schritte nicht mehr der Realität entsprechen.
6. Es gibt bessere Alternative für einen Bruchteil des Preises
Ein großes Problem ist, dass viele der Dinge, die das Baumdick Programm mühsam über die Wochen in Videos erklärt, heute mit Tools wie AutoDS automatisierte werden können. Das spart Wochen an Zeit und kostet nur ca. 36€ pro Monat
Fazit: Ist das Baumdick Schooling sein Geld wert?
Wer komplett neu im Online-Business ist u. sich keine Mühe machen will, günstigere Alternativen zu recherchieren, könnte vom Programm profitieren. Allerdings gibt es vergleichbare Inhalte für einen Bruchteil des Preises Bspw. Real World für 46€ monatlich. Zudem bieten Tools wie AutoDS für 36€ pro Monat eine vollautomatisierte Shop-Erstellung inklusive Vorlagen, sodass die mühsamen Schulungsvideos über Wochen hinweg völlig überflüssig werden.
Das Program liefert solide Informationen, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mangelhaft. Wer bereit ist 6.555€ zu zahlen, erhält keinen Steuerberater, keine garantierten Produkte & nur bedingte individuelle Betreuung , sondern hauptsächlich eine Community, Schulungsvideos und moralische Unterstützung. Dazu kommen laufende Kosten für Shopify, Produkt-Tests und Marketing von mindestens 500€ bis zu 1k. monatlich.
Und das Schlimmste: Nach dem Baumdick-System wird man frühestens ab ca. 25.000€ Umsatz langsam profitabel, da neben den Kurskosten auch weitere Fixkosten wie Steuerberater, Apps und Werbebudget anfallen.
Unterm Strich bleiben von den ersten 10k Umsatz nichts übrig, außer der Erkenntnis, dass es günstigere & effizientere Wege gibt, ins Dropshipping einzusteigen.