Get all 18 JANUS releases available on Bandcamp and save 25%.
Includes unlimited streaming via the free Bandcamp app, plus high-quality downloads of Schlafende Hunde Deluxe, Narrenzeit, Die Frau, die ich kannte, Sonne, Wurmpalast, Nachtmahr, Vater deluxe, Auferstehung, and 10 more.
1. |
Tripetta
04:05
|
|
||
|
Ich war des Königs Narr und Krüppel
Er lachte gern ich war sein Schatz
Er schlug mich hart mit Faust und Knüppel
Meine krummen Beine machten einen Satz
Er schrie
Hopp! Hopp! Hopp, Hopp Frosch!
Hopp! Hopp! Hopp! Hopp!
Tripetta lebte auch bei Hofe
Sie war so klein von Wuchs wie ich
Der König machte sie zur Zofe
Wenn ich ihr nachsah kränkte er mich
und rief
Hopp! Hopp! Hopp, Hopp Frosch!
Hopp! Hopp! Hopp! Hopp!
Bleibe stark
Hilf mir
fort von hier
Tripetta
Sieh wie die
Wolken ziehen
Wir werden fliehen
Tripetta
Tripetta!
Der König plante einen Ball
Ein Maskenfest sollte es sein
Er ließ mich rufen aus dem Stall
in seiner Faust einen Kelch voll Wein
Er rief
Komm her und trink, Hopp Frosch!
Komm her und trink!
Tripetta trat verzagt nach vorn
da ich den Wein nicht recht vertrug
Der König raste blind vor Zorn
als er Tripetta mit seinem Zepter schlug
Was willst du tun, Hopp Frosch?
Was willst du tun?
Bleibe stark
Ich helfe dir
fort von hier
Tripetta
Sieh wie die
Wolken ziehen
Wir werden fliehen
Tripetta
Tripetta!
|
||||
2. |
Majestät
05:28
|
|
||
|
Die Zeit der Vergeltung ist da
Tripetta
Auf! Auf
eure Majestät
Eilt herbei, sonst ist es zu spät
Vergebt, ich war so frei
und rief die Weber herbei
Hört nur
die Idee fürs Maskenfest
wie jedes Weibsbild sich erschrecken lässt
Majestät liebt den derben Streich
und den biete ich sogleich
Auf! Auf!
Zieht die Verkleidung an
Als Orang-Utan geht ihr voran
Verbreitet Schrecken, wie ihr wollt
Schweigen bezahlt ihr wie immer
mit Gold
Macht schnell
Die Damen kommen schon
Gleich drängen sie vor euren Thron
Wilde Fratze, Kupferfell
Ihr schürt die Panik schnell
Das Chaos ist perfekt
Alles rennt und schreit
Tripetta bleibt versteckt
Sie hält sich bereit
für den letzten Akt
Auf! Auf!
Eure Majestät
Niemand erkennt euch, wo ihr geht
weichen sie vor euch zurück
Ihre Qual ist euer Glück
Seht nur
Dort unter dem Baldachin
Tripetta scheint vor euch zu fliehen
eine Fackel in der Hand
den Rücken zur nackten Wand
Der König starrt sie an
Ein zügelloser Mann
der alles haben kann
bis zu dem Moment
wo alles brennt
Es ist soweit…
Zünd das Feuer an
Seine Majestät
in die Verkleidung eingenäht
Lass ihn brennen!
Zünd das Feuer an
Tripetta
Flachs und Teer
ein Flammenmeer
Lass ihn brennen!
Zünd das Feuer an
Es verschlingt ihn!
Für seine Majestät
ist es längst zu spät
Lass ihn brennen!
Zünd das Feuer an
Das Geschmeide und der Thron
Sie lodern schon
Lass alles brennen!
Zünd das Feuer an
Wo bist du?
Rauch versperrt die Sicht
Ich finde dich nicht
Wir werden brennen!
Zünd das Feuer an
Gestatten, Hopp Frosch, der Zwerg
Das hier war mein letztes Werk
Wir werden brennen!
Aus! Schluss!
Das wars!
Mein letzter Spaß …
|
||||
3. |
Geierauge
03:40
|
|
||
|
Dort liegt ein Mann
Ich hab ihn erschlagen
Ich weiß nicht mehr wann
So viele Fragen
Es gab kein Motiv
Er hat nichts getan
Es geschah, als er schlief
Es war kein Wahn
Es war sein scheeler Blick
sein altes Geierauge
Blass und blau
und drüber eine Haut
Es war sein scheeler Blick
sein kaltes Geierauge
Da! Schon wieder!
Es hat mich angeschaut
Geierauge
Ich stand in seinem Raum
erstarrt, wie in einem Traum
reglos vor der Wand
die Lampe in der Hand
Die Lichter zugedreht
Ich hörte, wie sein Atem geht
Ich rang mit mir die ganze Nacht
dann ist er aufgewacht
Schlaf weiter!
Schlaf wieder ein!
Klopf! Klopf! Klopf!
Ein hartes Pochen
Klopf! Klopf! Klopf!
Immer lauter
Klopf! Klopf! Klopf!
wie Höllentrommeln
Es ist sein Herz
Klopf! Klopf! Klopf!
Ein dumpfes Dröhnen
Klopf! Klopf! Klopf!
Immer schneller
Klopf! Klopf! Klopf!
wie Paukenschläge
Es ist sein Herz
Die Pupillen
Aufgerissen
ganz weit
in Todesangst
verfluchtes Geierauge
Es brennt auf mir
so heiß
Kann nicht wegsehen
Sein Blick lähmt mich
verfluchtes Geierauge
Sein Geld war mir gleich
Es gab genug
Ich war nicht arm, nicht reich
als ich ihn erschlug
Der Greis, er starb
weil ich ihn erwählte
da es etwas gab
das mich quälte
Es war sein scheeler Blick
sein altes Geierauge
Blass und blau
und drüber eine Haut
Es war sein scheeler Blick
sein kaltes Geierauge
Da! Schon wieder!
Es hat mich angeschaut
Geierauge
Schau mich nicht an
Schau mich nicht so an
|
||||
4. |
Prospero
05:16
|
|
||
|
Die Pest macht die Runde
Erst ein Schnupfen
Man merkt es kaum
Dann rote Tupfen
im ganzen Gesicht
vom Hals an die Hände
Von Anfang bis Ende
kaum eine blutige Stunde
Prinz Prospero steht
am Fenster
im Blauen Salon
und sein Blick
schweift suchend davon
runter zur Mauer
zum Tor der Abtei
und er fühlt sich frei
als die Uhr schlägt
Draußen wütet die Pest
und der Adel
er feiert ein Fest
einen Maskenball
mit Schönheit und Wein
schließen sie sich ein
weit weg
von Tod und Verfall
Prinz Prospero hält
eine Rede
im Grünen Salon
doch er ahnt es schon
jedes Lächeln gefriert
als es wieder passiert
und ganz hinten
im samtschwarzen Raum
die Uhr schlägt
Durch die Hallen schreitet
stumm eine hagere Gestalt
sie macht erst Halt
vor der ehernen Uhr
Weshalb nur
ist sie ohne Not
gekleidet wie
der rote Tod?
Prinz Prospero folgt
diesem Frevler
in den Schwarzen Salon
Hier kommt er nicht davon!
Er greift nach dem Gesicht
Da ist nichts
nur totes Fleisch
Er flüstert leise
„Ich bin der
Tod!
Der rote
Tod!“
Der Menschen Leiber
sie winden sich im Blut
Sie schreien in höchster Not
Die Fratzen starren
voll Angst und blinder Wut
Doch über alles und alle
herrscht
der rote
Tod
|
||||
5. |
Fortunato
12:45
|
|
||
|
Nemo me impune lacessit
Er kauerte am Straßenrand
nicht im Stand‘
sich hinzustellen
die Narrenkappe in der Hand
Es klingelten die Schellen
Ich lachte ihm zu, wie immer
da er unmöglich ahnte
dass ich Rache
nein, schlimmer
seinen Hingang plante
Nemo me impune lacessit
Seid gegrüßt, Fortunato!
Montresor, Ihr wirkt befreit
Trankt Ihr etwa, soviel wie ich?
Sagt, findet Ihr
die Narrenzeit
am End‘ gar nicht
so fürchterlich?
Ihr liebt die Stille
Ihr liebt das Feine
und nun so heiter?
Kommt!
Helft mir auf die Beine
Ich muss weiter!
Wartet noch!
Ihr dürft nicht gehen!
Es ist ein Wunder geschehen
von dem ich mehr
als sicher bin
auch ihr wollt es sehen!
Ein Dummkopf
ein törichter Greis
machte mich mehr als froh
Er gab mir
zum besten Preis
ein Fass Amontillado
Ein ganzes Fass?
Das glaub ich nicht!
Da führt Euch jemand hinter Licht!
Ein ganzes Fass?
Das kann nicht sein!
Jemand legt Euch herein!
Ganz gleich
ein großer Spaß
so oder so!
Kommt, lasst uns gehen!
Ich will ihn sehen
euren Amontillado!
Zwischen den Bäumen
ragt er hervor
der Palast
meines Freundes Montresor
Fröhlich schwatzend
treten wir ein
Wo mag er sein
der Amontillado?
Folgt mir nach
durchs große Tor
in die Gewölbe
derer von Montresor
Der Boden ist rutschig
die Mauern alt
Gebt gut acht
dass ihr mir bloß nicht fallt
Wir steigen tiefer hinab
in das Dunkel
bei nichts als Fackelschein
Wir steigen tiefer hinab
in die Kälte
wir beide ganz allein
Weißes Gespinst
an den Wänden
Fasst nichts an
mit bloßen Händen
Haltet ein Tuch
vor euren Mund
Reibt nicht die Augen
sonst werden sie schnell wund
Ich kann nicht atmen
bekomme kaum Luft
Es ist stockfinster
in dieser alten Gruft
Ein seltsamer Ort
für solch einen Wein
Wo kann er nur sein
der Amontillado?
Wir steigen tiefer hinab
in das Dunkel
bei nichts als Fackelschein
Wir steigen tiefer hinab
in die Kälte
wir beide ganz allein
Wir sind ans Ende
des Weges gelangt
Hier ruht der Wein
um den ihr so bangt
Dort in der Wölbung
Ihr seid sicher froh
steht das Fass
voll Amontillado
Hier sind nur Gebeine
vom Boden zur Decke
und eine Öffnung
dort in der Ecke
Ich trete ein
zu schwach ist das Licht
Hier hängt eine Kette
Ein Fass, das seh ich nicht
Welchen Schabernack treibt Ihr?
Montresor, was zum Teufel tun wir hier?
Wo ist er nun, der Wein?
Montresor, weshalb löscht Ihr den Fackelschein?
Jetzt gehört du endlich mir
Fortunato, hilflos wie ein blindes Tier
Jetzt hab ich dich in der Hand
Fortunato, festgekettet an der Wand
Was…?
Hab ich dich, Fortunato!
He! Was soll das?
Macht mich los!
Nein.
Stein auf Stein
Ich maure dich ein
Mörtel und Kelle
versiegeln deine Zelle
Wehr dich nicht, beschwer dich nicht!
Hör endlich auf zu schreien!
Dich befreien? Dir verzeihen?
Die Antwort lautet: Nein!
Du stirbst allein!
Stein auf Stein
Ein guter Spaß!
Ein großer Spaß!
Stein auf Stein
Sagt, werden wir nicht
im Schloss erwartet?
Stein auf Stein
Genug jetzt, lasst mich gehen!
Stein auf Stein
Um Gottes Willen, Montresor!
Stein auf Stein
In pace requiescat
Stein auf Stein
Nemo me impune lacessit
Am Ende
war da nur noch das Klingeln der Schellen
das Rasseln seiner Ketten
Mein Herz wurde schwer
Gegen das neue Mauerwerk
türmte ich den alten Knochenwall auf
Seit einem halben Jahrhundert
hat kein Sterblicher ihn je angerührt...
|
||||
JANUS Mainz, Germany
JANUS are a German alternative duo exploring spiritual abyuss with a wide range of musical influences from metal to goth and
classical music.
Als JANUS erforschen Toby und RIG menschliche Abgründe. Seit Ende der 90er gilt das deutschsprachige Duo einem Kreis Eingeweihter als Sinnbild für außergewöhnliche Musik ohne Grenzen.
... more
JANUS recommends:
If you like Narrenzeit, you may also like: